Recycelte Carbonfasern verstärken Mercedes AMG GT R

Gepostet von am 18. Mai 2017

Recycelte Carbonfasern verstärken Mercedes AMG GT R

Gastbeitrag der Karl Mayer AG

Entscheidender Schritt auf dem Gebiet der recycelten Carbonfasern: Künftig wird ein Produkt der carboNXT GmbH serienmäßig in der Produktion von Mercedes eingesetzt. Die gemahlenen Fasern aus dem Portfolio des Karl Meyer Unternehmens carboNXT werden sowohl in den Heckstoßfänger als auch in den Frontstoßfänger des neuen AMG GT R eingearbeitet.

CARBONXT-PRODUKT WIRD IN FRONT- UND HECKSTOSSFÄNGER EINGEARBEITET

Das neue, mittlerweile dritte Mitglied der AMG GT-Familie trägt den liebevollen Spitznamen „Beast“. Der AMG GT R hat einen 430 kW/585 PS starken V8-Biturbomotor und bringt so viel Motorsport-Technologie in einem Serienfahrzeug mit wie bei AMG noch kein anderer zuvor.

Mit seinen hervorragenden Eigenschaften für eine leichtere Bauweise und zusätzliche Formstabilität eignen sich Carbonfasern optimal, um dieses Fahr- zeug leistungsfähiger zu machen. Die Wayand AG, ein Hersteller von Bauteilen aus Kunststoff u.a. für die Automobilindustrie, hat sich nach intensiven Tests für die recycelten Carbonfasern von carboNXT entschieden.

Foto: Daimler AG

Foto: Daimler AG

Wayand liefert für den kraftvoll modellierten Karosseriekörper des AMG GT R den Frontstoßfänger mit dem markanten AMG Panamericana Grill, bestehend aus 15 verchromten, senkrechten Streben. Außerdem produziert Wayand den breiter ausgeformten Heckstoßfänger mit großen äußeren Entlüftungsöffnungen und 3-flutigen Endrohrblenden sowie die Längsträgerverkleidungen.

Wayand hat im Rahmen dieses Projekts in die Zukunft investiert und Produktionsmöglichkeiten für die Leichtbauweise geschaffen. Neben dem etablierten Werkstoff PUR (Polyurethan) werden zwei innovative Füllstoffe (Glashohlkörper und Kohlekurzfaser) verwendet, mit denen die Kundenanforderungen zur mechanischen Leistungsfähigkeit und Oberflächenqualität erreicht werden. Bei der Kohlekurzfaser handelt es sich um die gemahlene Faser (carboNXT milled), die aus recycelten Carbonfasern besteht.

Durch die Gewichtseinsparung von bis zu 25 Prozent ist es möglich, umweltfreundlichere Fahrzeuge zu bauen, da der CO2-Ausstoß verringert wird. Das Material lässt somit anspruchsvolle Lösungen im Kontext der Themen Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Leichtbau zu. Speziell beim AMG GT R findet dieses Material Anwendung in der Serienfertigung des Frontstoßfängers und des Heck- stoßfängers.

„Konkrete Anwendungen für unsere hochwertigen Carbonfasern wie diese sind das, worauf wir seit Jahren täglich hinarbeiten“, sagt Tim Rademacker, Geschäftsführer der CFK Valley Stade Recycling GmbH & Co. KG und der carboNXT GmbH. Seit 2011 betreibt Karl Meyer eine einzigartige Anlage zum Recycling von CFK im industriellen Maßstab. Mit einem patentierten Pyrolyse-Verfahren ist es möglich, die reine Carbonfaser aus CFK-Abfällen zu recyceln.

In den vergangenen Jahren entwickelten die Karl Meyer Unternehmen diverse Produkte aus recycelten Carbonfasern, um Produzenten von Kunststoffbauteilen nicht nur den Rohstoff zu liefern, sondern bereits fertige Halbzeuge zur Verfügung zu stellen. „Diese Anwendung zeigt, dass carboNXT-Produkte für den industriellen Einsatz geeignet sind“, sagt Rademacker.

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