Umgang mit gefährlichen Abfällen – aber richtig

Gepostet von am 28. Nov 2017

Umgang mit gefährlichen Abfällen – aber richtig

Ganz gleich ob im Haushalt oder in Industrieunternehmen – gefährliche Abfälle fallen überall an. 2015 wurden Angaben des Bundesumweltamtes zufolge in Deutschland rund 402 Millionen Tonnen Müll produziert. Sechs Prozent davon machten gefährliche Abfälle aus, die vor allem in der Industrie und im Baugewerbe verursacht wurden. Doch was sind überhaupt gefährliche Abfälle und wie müssen Privatpersonen und Gewerbetreibende damit umgehen?

Als gefährliche Abfälle gelten Stoffe, die aufgrund ihrer Toxizität Gesundheit und Umwelt gefährden. In der Industrie und im Handwerk entstehen Abfälle wie etwa Altöle, lösemittelhaltige Farben und Lacke oder Säuren. Besonders viele verschiedene Sonderabfälle kommen beispielsweise bei der Sanierung von alten Gebäuden vor: Böden sind oft mit giftigen Chemikalien verseucht, im Bauschutt befinden sich meist gefährliche Holzschutzmittel und in Teilen des Daches ist immer noch krebserregendes Asbest versteckt. In Privathaushalten zählen ausgediente Energiesparlampen, Reste vom Fleckenentferner, von Garten- und Haushaltschemikalien oder Schädlingsbekämpfungsmitteln zum Sondermüll.

Fachgerechte Entsorgung durch Spezialunternehmen

Haben sich in Keller, Garage, Gartenhaus, Abstellraum oder Werkstatt problematische Altstoffe angesammelt, sollten sie bei nächster Gelegenheit entsorgt werden. Diese Sonderabfälle gehören allerdings nicht in die herkömmliche Restmülltonne, sondern müssen von anderen Abfällen getrennt gesammelt und vor allem fachgerecht entsorgt werden. So schreibt es der Gesetzgeber vor – für Privatpersonen und Gewerbetreibende gleichermaßen.

Handelsübliche Mengen an Sondermüll nehmen Schadstoffmobile oder Wertstoffhöfe entgegen. Supermärkte stellen sogar für leere Batterien entsprechende Sammelbehälter bereit. Um die Entsorgung und Verwertung der problematischen Abfälle kümmern sich darauf spezialisierte und zertifizierte Unternehmen. Bei größeren Mengen, die in Gewerbe- und Industriebetrieben entstehen, stellen Entsorgungsunternehmen entsprechende Sammelbehälter zur Verfügung und organisieren darüber hinaus sogar den Gefahrguttransport.

Hohe Auflagen für Verwertung

Hohe Sicherheitsvorschriften in den Anlagen und besondere Nachweispflichten fordert der Gesetzgeber bei der Verwertung, denn immerhin arbeiten die Entsorger mit großen Mengen gefährlicher Abfälle. Dank innovativer Verfahren ist die Wiederverwertungsquote von gefährlichen Abfällen heutzutage hoch – beim Bremer Entsorgungsunternehmen Nehlsen werden über 60 Prozent der angelieferten gefährlichen Abfälle recycelt, im bundesdeutschen Durchschnitt sind es 67 Prozent. Je nachdem, wie stark die Abfallstoffe verunreinigt sind, setzt beispielsweise Nehlsen chemische und physikalische Verfahren ein, um die Schadstoffe aus dem Abfall zu lösen. Die gesammelten Schadstoffe werden anschließend ganz im Sinne einer ressourcenschonenden Abfallwirtschaft dem Stoffkreislauf wieder zugeführt.

    1 Kommentar

  1. Hallo und vielen Dank für den interessanten Artikel. Meine Tante hatte dafür eine Entsorgungsunternehmen beauftragt. Schließlich war nach dem Tod Ihres Mannes einiges aus dem Keller an Gefahrenstoffen zu entsorgen.

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